Stellungnahme zum Thema Allergie und COVID19

Allergene können Allergien verursachen, aber sind sie ein Problem für die Corona Pandemie?

 

Viele Allergien werden durch Allergene ausgelöst, die über die Atemwege aufgenommen werden, also die gleiche Route, welcher der SARS-CoV2 Virus einschlägt. Atemwegszellen sind in komplexer Art und Weise mit dem Immunsystem verbunden und daher ist die Frage, ob Allergen-Exposition etwa durch Pollen die Infektion beschleunigen oder verhindern kann. Auf zellulärer Ebene gibt es Argumente in beide Richtungen. Bei bereits Erkrankten, zB Asthmatikern könnte sogar auf Grund genetischer Varianten oder der Einnahme von inhalativer Medikamente ein gewisser Schutz vor schweren Verläufen zu erwarten sein, während bereits bestehnde Schäden der Atemwege eine Corona-Infektion beschleunigen könnte.

Eine Koinzidenz von Pollenflug und Infektionszahlen kann zwar mancherorts dargestellt werden, sind jedoch vermutlich eine zufällige Koinzidenz, denn zu den Zeiten der dramatischsten Infektionswellen in Deutschland war kein Pollenflug zu verzeichnen.

Das Zentrum für Allergie und Umwelt vertritt daher den Standpunkt, dass Allergien und insbesondere der Pollenflug nicht generell als Problem für die COVID19 Pandemie zu sehen ist.